Freitag, 13. April 2007

malle

So!!! Jetzt ist es soweit. Ich dachte schon wir überstehen diese Tour noch alle unbeschadet. Aber zu früh gefreut. Am vorletzten Tag brechen Gewohnheiten durch die Decke ans Tageslicht und bestätigen allen uns umgebenden, das wir alle total malle sind. Birgit lädt persönlich den Antichristen in Form von Mathias Bass auf ihr In-Ear ein, Martin ist dem virtuellen Bäckereien bauen verfallen, Danny erzählt fast keine Geschichten mehr von den großen Metalbühnen, welche angeblich die Welt bedeuten und Jochen will sich fast für eine GALA-Beilagen-CD betitelt „Love Lounge Music“ schlagen. Zudem vergisst er zunehmend das, immerhin von ihm eingeführte, „blessen“. Wir vergessen unsere Wurzeln!!!

Jetzt sitzen wir also in Bad Salzungen. Was tun wir hier? Nun Ja. Wahrscheinlich dasselbe wie jeden Tag. Unsereins baut auf, legt sich Kabel in den Weg und beschimpft sich liebevoll und singt sich gegenseitig an (Ok. Das macht eigentlich nur Danny). Die Band schläft, übt (Ja, so was gibt es!!) und beleidigt den Hund des Veranstalters.

Ach ja. kurze Zwischennotiz: Martin hat immer noch kein pärchen gefunden, welches er zum heiraten überreden kann.

Uns ist Langweilig! Wir gehen Eisessen. Aber nach dem zweiten Mal ist das auch langweilig. Show ist heute erst um 23:00 Uhr. Wer denkt sich den so einen Blödsinn aus? Man sollte doch ein bisschen an uns denken. Was sollen wir den so lange machen? Hier ist nicht Mal Gastropersonal dem man gute Tipps geben kann. Der einzige Lichtblick bleibt da wohl das Farbfilm-Outro. Im Osten ja, laut Graf Zahl, angeblich immer noch ein Hit.

Martin baut jetzt Pech-Fabriken. Der Support Tonmann übt sich im Delay einstellen: „Hey, Hey, Hey, Hey, ......“ Schade, dass es nachher eh in seinem HiHat & Stimme-Mix untergehen wird.

Disko-Effekte werden hier übrigens an Kleiderhacken von Ikea aufgehängt und Safetys sind feige.

Gestern durften wir eine Prüfung eines Veranstaltungstechnik Lehrlings begleiten. Wir haben ihm unsere Absolution erteilt und dem Prüfer verboten unsere Lampen in laufendem Zustand zu betatschen. Zudem hatten wir gestern auch ein Anti-Catering. Der Show und unserer Stimmung hat das aber keinen wirklichen Abbruch getan, da wir den halben Tag zugeschaut haben wie sich halbstarke Jugendliche auf dem, dem Club benachbarten, Skatepark freiwillig alle Knochen brachen.

Wow. Jetzt ist der Kollege schon nach fast einer Stunde bei der Kick-Drum angekommen. Diese macht ihrem Namen, leider insbesondere dem ersten Teil, alle Ehre (Man stelle sich hier das Geräusch einer Computer-Tastatur vor).

Einwurf von Martin: „Ich brauche mehr Kornspeicher! Viel mehr Kornspeicher!“.

Vielleicht sollten wir noch mal Eisessen gehen? Cese.