Samstag, 14. April 2007

der letzte tag...

Wo sind wir den hier gelandet? Haben sich Volker und Hasso verfahren? Oder bin ich noch nicht wach genug meine Umgebung angemessen zu würdigen. Ok - ganz langsam. Geradeaus ne Hausmauer, die entfernt nach einem Club Hintereingang erinnert. Links Wiese. Rechts Strasse. Verlassen. Überhaupt verdammt ruhig hier. So ähnlich wie in so einem „the Day after“ Film. Also gehe ich mal zur Strasse vor. Gegenüber steht eine scheinbar noch bewohnte Fabrik, welche selbst in Urunganda nur dann eine Bauabnahme bekommen würde, wenn der Stammes-Häuptling seine Tochter dazu verschenken würde. Also gehe ich mal davon aus, das Gebäude neben dem ich mich befinde wohl unserer Club ist. Um sich ein Bild zu machen stelle man sich „Bob´s Country Bunker“ aus „Blues Brothers“ vor. Sicher spielen die hier beides – Country und Western.
Scheinbar sind alle Türen verschlossen. Also bleibt nichts als warten. Die langweilig – idyllische Stimmung wird nur gelegentlich durch tiefer gelegte Golfs unterbrochen, die mit neugierigen Blicken unseren Bus betrachten um dann zu wenden, ihre dummen Köpfe auf die andere Seite zu drehen, uns weiter zu begaffen und langsam wegzufahren.

Gegen zwölf sind dann alle wegen der Hitze im Bus aufgestanden. Man kocht Kaffe im Bus. Irgendwann öffnet sich dann auch mal die ominöse Tür, vor der wir uns platziert haben, ein netter Mann mit Bierflasche und Fahne erscheint und wir dürfen eintreten.
Nachdem sich unsere Augen ans dämmrige Licht gewöhnt haben macht sich Ernüchterung breit. Also schnell einen Kaffee holen und wieder raus in die Sonne. So lange wie möglich den Traum eines heilen Tourtags aufrechterhalten.

Irgendwann müssen wir dann doch anfangen einzuladen. Nachdem unser LKW leer ist, ist der Club voll. Wir schieben uns die Kisten gegenseitig in den Weg und diskutieren, ob wir lieber das FoH-Pult, das Monitorpult oder einfach die Backline aus Platzgründen nicht aufbauen. Irgendwie schaffen wir es das Licht auf die Bühne zu bugsieren und man kann sich wieder ein bisschen bewegen.

Der Aufbau geht zögerlich von statten. Irgendwann ist aber auch das geschafft. Ich muss zwar unter meinem Monitorpult durchkriechen um dahinter zu kommen, aber auch das geht irgendwie. Der Soundcheck verläuft friedlich, außer das die Front-PA immer pfeift, aber Jochen bekommt auch das in den Griff.

Nun heißt es warten, dann Show und dann heim. cese.