Montag, 2. April 2007

Frontbericht NO#765679


ein Offday in Mainz

Er erwacht. Nach einigen, noch etwas ungelenken aber durchaus routinierten, Bewegungen hat er sich aus der Koje befreit. Der Abstieg in das Parterre des Busses verläuft glimpflich. Keine nennenswerten Verletzungen. Mit geübtem Griff zaubert er eine Flasche Wasser hinter der Sitzbank hervor. Die Flüssigkeit durchdringt ihn. Die einzelnen Parzellen des Körpers füllen sich mit geringfügigem Widerstand wieder mit Leben. Geschwind ist auch die auf Tour unentbehrliche Packung Butterkeks zur Hand.

Der Bus bewegt sich. Er fährt. Scheinbar immer noch. Die Interpretation dieser Erkenntnis wird auf später verschoben und dafür Volker besucht. Dieser steuert das Fahrzeug mit gewohnter Routine durch das Frankfurter Autobahn-Gewirr.

Nach erfolgreicher Nahrungsaufnahme ist der heutige Stehplatz auch schon erreicht. Er verlässt den Bus. Das weiß-grüne große Gefährt hinter dem Bus wird blitzschnell als der, der Produktion zugehörige LKW identifiziert. Rupi schwingt sich aus der Fahrerkabine und begrüßt ihn. Ein lapidarer, aber nicht gehaltloser Plausch wird begonnen. In dieser Zeit ist auch der Kundschafter aus dem Feindgebiet zurück. Er hat den endgültigen Standort für unser Camp ausfindig gemacht. Die Karawane (äh Kolonne) zieht weiter.

Die Einheimischen begrüßen uns herzlich. Gastgeschenke werden zwischen den Häuptlingen ausgetauscht. Während dieses Ablenkungsmanövers schlüpft er blitzschnell hinter die Feindlichen Linien und verschafft sich Zugang zum örtlichen Netzwerk. Die Wanze wird installiert und sendet. Er beginnt den Rückzug. Das perfekte Timing zahlt sich aus. Noch bevor die Gespräche beendet sind sitzt er hinter dem Bus in Deckung und überprüft die markelose Funktion der eingeschleusten Wanze. Nun kann er sich guten Gewissens wieder auf sein karges Lager legen und den verdienten Mittagsschlaf halten. Die nächsten Stunden wird nichts passieren. Nur kurz wird er dabei durch einen Anruf von der Heimatfront unterbrochen.

Als er wieder erwacht sitzt der Rest der Mannschaft beim gemütlichen Espresso-Trinken. Nachdem die heutige Mission bereits abgeschlossen ist braucht die Truppe Zerstreuung. Diese bietet sich durch die hiesige Infrastruktur. Fitness-Studios, Flüsse, Einkaufszentren, Kinos, der Rummel sowie das nahe gelegene Kino bieten Unterhaltung.

Der Abend dämmert und die Truppe verteilt sich in der Nacht. Er schreibt den Frontbericht und sendet ihn zurück in die Heimat.

Frontbericht NO#765679 gez. cese