Donnerstag, 22. März 2007

der tod des hazers kam plötzlich und unerwartet....

Also letztendlich Kammgarn. Diese Location hat bei Produktionen der Schandmaulcrew immer den letzten Tourtag gebucht.

Nach dem Frühstück begebe ich mich in den „Cotton Club“, wo unsere Haustechniker (oder sind das die Azubis?) schon sehnsüchtig nach Anweisungen gieren. Also gebe ich ihnen eine kurze Zusammenfassung darüber, was heute passieren wird. Obwohl noch nicht mal ausgeladen ist, beginnen wir die Mikrophone vorzubereiten. An Kondensator-Mikrophonen existieren nur zwei exotische Exemplare von Beyerdynamic, welche mich an meine kurze Karriere beim Filmton erinnern und garantiert die Charakteristik einer Kugel im n-dimensionalen Raum besitzen. Aber sei es drum - Probieren wir´s aus. Als ich das nächste Mal auf die Bühne komme werde ich darüber aufgeklärt das meine Kollegen noch zwei AKG C391b gefunden (!!??) haben. Ich freue mich und bestücke die Mikrostative um. Kaum bin ich damit fertig finden die findigen Herren dann doch noch ein AKG C451 und ich baue alles noch mal um. In der Hoffnung, dass sie noch ein Neumann U87 finden, verlasse ich noch diverse Male die Bühne. Aber es wollen keine weiteren Mikros auftauchen.

Aufgrund unserer immensen Bühnenlautstärke kombiniere ich diesmal vier der vorhandenen d&b MON15 Wedges zu einem bodenlägrigen Point-Source-Array. Ich muss feststellen das d&b MAXe in diesen Mengen viel aerodynamischer aussehen. Da haben sich d&b wirklich weiterentwickelt. Leider erweisen sich die vorhandenen Exemplare beim lauteren Ansprechen als nicht wirklich Pegelfest. Unter ungläubigen Blicken der Hauscrew erweitern wir das Array noch um zwei (MON15) Backfills. Und plötzlich geht da was.

Während des Soundchecks haben wir immense Brummprobleme an Duckys Gitarre. Wir sehen ein, dass wir falls die Show nicht im Dunkeln stattfinden soll keine Chance haben. Also bauen wir unser ganzes Set so um, dass Ducky an einem anderen Platz steht wo es nicht brummt. Der Rest des Soundchecks verstreicht problemlos und wir begeben uns zum Essen.

Nach dem selbigen beschließen Tanja und ich, das wir zusammen einleuchten. Gesagt getan. Aufgrund der latent unsymmetrischen Bühne passen wir das Lichtdesign der selben an. D.h. alle Scheinwerfer gehen irgendwo hin – Hauptsache parallel. Schön gedacht. Haben wir doch glatt angenommen, dass hier für jede Lampe ein Dimmerkannal existiert. Nein – es sind immer schöne, aber jetzt nicht mehr zusammenpassende, Pärchen. Wir nennen es Kunst und sind zwei Minuten nach Einlass fertig. Nachdem der Hazer noch über den Jordan ging – und von dort wieder zurückzukommen ist – kann die Show beginnen. Diese verstreicht auch problemlos.

Das Einladen vergeht trotz Schneegestöber schnell. Jetzt noch Duschen und schon sind wir auf dem Heimweg.

Aber nächste Woche geht’s ja wieder mit Schandmaul los. cese.