Montag, 19. März 2007

Beschäftigungstherapie in Bonn

So. Nun sitzen wir also in Bonn Bad Godesberg. Und was sollen wir hier nun an einem Sonntag machen? Wir wollen das, sich gegenüber unseres Busses befindliche, „Stadtmarketing Bad Godesberg e.V. “ konsultieren, aber sogar das hat zu. Gut das die anderen schon öfters hier waren und die zwei Highlights kennen. Der Italiener & das Kino-Center.

Zuerst versorgen wir uns beim Bahnhofskiosk mit Kaffee & Zeitschriften. Der unbändige Wunsch auf den, neben der Kaffeemaschine feilgebotenen Doppelkorn wird wirkungsvoll unterdrückt. Zurück im Backstageraum der Klangstation lesen wir unsere Lieblings Veranstaltungstechnik-Fachmagazine (beziehungsweise Tontechnik Bravo) PMA & Production Partner. Wir regen uns nur ein bisschen darüber auf, trinken Kaffee, rauchen, verwünschen die über uns probenden Bands und verschandeln einen SAE-Aufkleber am Fenster.

Nun ist aber Zeit zum Essen und die ganze Truppe bricht zum Italiener auf. Auf dem Weg muss Ducky noch Geld abheben und wir inszenieren spontan einen fingierten Raubüberfall im Geldautomatenraum an dem sich alle Mitreisenden beteiligen. Im Lokal unserer Wahl wird genussvoll gespeist. Und zurück geht’s zur Klangstation wo die einen sich ihrer Pockerrunde widmen, andere Schlafen und der Rest sich langweilt. Bis auf Tanja, die zum Duschen zu Dirk und Budde gefahren ist.

Als ich um 22:30 Uhr wieder aufstehe waren die anderen doch nicht im Kino (ich hatte den Film eh schon gesehen). Dazu hätte die Pockerrunde unterbrochen werden müssen, was leider der Internationale Ehrenkodex der vereinten Pockerspieler (kurz I.E.V.P. – Sitz in Brüssel) nicht vorsieht. Es wird kurz diskutiert eine diesbezügliche Eingabe an das Komitee zu schreiben, aber nachdem niemand drei Fremdsprachen in Schriftform beherrscht lassen wir es sein. Martin und ich gehen noch mal zum Italiener um seine Jacke zu suchen und einen klitzekleinen Mitternachts-Imbiss (Pizza bzw. Pasta) zu genießen. Der Rest des Abends bzw. der Nacht wird mit DVD schauen („Reine Nervensache“) bzw. pockerspielen verbracht. Zwischendurch versucht Martin noch Christoph (von der Klangstation bzw. der Band „Alle im Schrank“) und seine neue Flamme zum heiraten zu überreden, was trotz höchstem Einsatz nicht gelingen will.

.... eisige Kälte umgibt mich ......... langsam kriecht sie an mir hoch und will mich vollends verschlingen.......

Und wach bin ich! Nun ja, ist ja auch schon 10 Uhr. Raus aus dem Bus und in die „Stadt“ um ein Kaffee zu suchen. Im „Café am Theater“ werde ich fündig. Nachdem es auch da kein WLAN gibt lese ich mein Buch und versuche möglichst intelektuel zu wirken. Und es klappt! Schon kurz später bin ich mit einer jungen Dame in ein Gespräch über James Joyces „Ullysses“ vertieft (das ich zwar nie gelesen habe – aber egal). Leider muß ich zurück zum Bus und sie in die Uni (Theaterwissenschaften). Auf dem Rückweg treffe ich auf Murdock welcher der Kälte im Bus mit einem ordentlichen Frühstück entgegnet.

Und auf geht’s Richtung Frankfurt – Nachtleben.

Murdock und ich überlegen noch ob wir die Boxen nicht einfach im Hänger lassen (um sie nicht die Treppe hinunter tragen zu müssen) und stattdessen einfach zwei Mikrokabel über die Konstabler-Wache bis ins Nachtleben zu legen.

So – Mal schauen wer inzwischen alles wach ist. cese.