Montag, 28. April 2008

Bonn – Offday

Wie mittlerweile ja bekannt sein dürfte befinden wir uns momentan ja auf der so genannten „Anderswelt Tour“.... Auch ich frag mich natürlich was denn eine Anderswelt so sein soll. Ich selbst hab ja überhaupt keine Affinität zu solchem Phantasiezeugs wie Herr der Ringe und vergleichbares, im Gegenteil, ich find das höchstgradig albern.
Was ist also nun meine, meine eigene Anderswelt? Schwierige Frage, empfindet nicht jeder irgendwie das was man selbst so macht als „normal“? Gibt es in jedem etwas was man als Anderswelt betiteln könnte? Manchmal überlege ich mir ja schon was ein Außenstehender, von 7 bis 16 Uhr arbeitender Mensch über meinen Job so denkt.
In meinem Job gibt es nun mal keine festen Arbeitszeiten, ich darf die Arbeitszeit auch nicht in einen Stundenlohn umrechnen, ich bin während einer Tour nicht zu Hause und habe keine Privatsphäre. Aber ich habe eines: Freiheit und einen äußerst kreativen Allteg.
Das ist für mich auch mit nichts aufzuwiegen, kurzum ich fühle mich wohl in meinem Job. Ist das aber eine Anderswelt? ...ich denke nicht, schließlich ist das für mich ja normal, auch wenn andere das so nicht empfinden werden.
Somit muss ich wohl zu dem Ziel kommen, dass jeder Mensch wohl eine persönliche Anderswelt „empfindet“.
Für mich wäre das beispielsweise ein glücklicher Bankangestellter. Das empfinde ich als komisch, tausende Menschen in unserem Land sind aber genau hier glücklich.
Ist es nicht schön, dass wir Menschen so unglaublich verschieden sind? ...ich finde ja!

Ich schreibe diese Zeilen aus einem Hotelzimmer in Bonn, eigentlich wollte ich ja auch ein wenig schlafen, im Nachbarzimmer bohrt aber irgendein Arbeiter sehr viele Löcher in die Wand. Kurz war ich ja auch ein wenig erbost, dachte mir dann aber das das auch mal eine wilkommene Abwechslung zu Dudelsack und Co ist. Jetzt sitze ich halt hier und entdecke langsam sogar eine Art Musikalität der Bohrarbeiten. Ich denke ich hab ne neue Industrial Band erfunden.

Schöne Grüsse aus dem Bonn, das einmal eine Hauptstadt war, der Martin